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Mo, 15.04.
2305 – 0045

MDR

Vaya con dios - Und führe uns in Versuchung

Komödie, Deutschland 2002

Ende der 1990er-Jahre. Die letzten drei Mönche Benno , Tassilo und Arbo verlassen ihr verfallenes Cantorianer-Kloster im Brandenburgischen. Der alte Abt Stephan hatte ihnen vor seinem Tod das Versprechen abgenommen, die "Regula Cantorum", ein dickes altes Buch mit sämtlichen Ordensregeln, zu ihren Brüdern nach Italien zu bringen. Zu Fuß brechen sie auf, nutzen zunächst weder Radio noch Fernsehen, weder Autos noch moderne Landkarten. Sie vertrauen auf Gott und ihren Glauben, dass der Heilige Geist im Gesang zu finden ist. Doch ihr weiter Weg ist mit zahlreichen Versuchungen gepflastert. In der Sächsischen Schweiz begegnen sie der hübschen Fotografin Chiara , die in Arbo Frühlingsgefühle weckt - eine Frau hatte der im Kloster aufgewachsene junge Mann noch nie kennengelernt. Der stets hungrige Tassilo zieht vorübergehend bei seiner Mutter in Thüringen ein und lässt sich auf dem Bauernhof, den sie inzwischen allein bewirtschaftet, einspannen. Der kluge Benno wird im Jesuiten-Konvent in Karlsruhe schwach; er kann einem Angebot seines ehemaligen Kommilitonen, Pater Claudius , nicht widerstehen: mit Begeisterung studiert er kostbare alte Handschriften in der Musikbibliothek und gibt dafür beinahe die "Regula" preis. Um ihn dort loszueisen, müssen sich Arbo und Tassilo etwas einfallen lassen.

Personen

Besetzung Michael Gwisdek Benno
Arbo
Matthias Brenner Tassilo
Chiara Schoras Chiara
Traugott Buhre Abt Stephan
Heinz Trixner Pater Claudius Leis
Christel Peters Tassilos Mutter
Bettina Zimmermann Beate
Konstantin Graudus Anwalt
Uwe Bohm Chiaras Chef
Hans-Uwe Bauer Tankwart
Jenny Deimling Chiaras Freundin
Regie Zoltan Spirandelli
Drehbuch Zoltan Spirandelli
Kamera Dieter Deventer
Musik Detlef Friedrich Petersen

Hintergrund

Der mehrfach preisgekrönte Film ist eine gelungene Melange aus märchenhafter Komödie und Roadmovie. In wunderbaren Bildern begleitet er drei Ordensbrüder, die sich vor allem durch wunderbaren Gesang mit Gott verbunden fühlen - doch nicht nur die Gesangsszenen sind ganz großes Kino. Attraktiv sind auch die Drehorte, u.a. das brandenburgische Kloster Chorin, das thüringische Altenburg, das Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz und natürlich die Toskana. Regisseur und Drehbuchautor Zoltan Spirandelli hat in Hamburg Opernregie studiert. In seinem Spielfilmdebüt gelingt es ihm, mit einer wahrhaft göttlichen Musik unsere moderne Welt in neues Licht zu tauchen. Verkörpert werden die sangesfreudigen Mönche von grandiosen Darstellern: Michael Gwisdek, Matthias Brenner und Daniel Brühl, der ein Jahr später mit "Good Bye, Lenin!" auch international bekannt wurde. Chiara Schoras gelang mit "Vaya con dios" der Durchbruch als Schauspielerin. Den Titelsong hat sie übrigens selbst gesungen!