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WDR

Fledermäuse in Gefahr

Tiere

In den USA gibt es riesige Fledermaus-Kolonien mit mehreren Millionen von Tieren. Als effektive nächtliche Insektenjäger spielen sie eine wichtige Rolle für die Landwirtschaft. Doch 2006 bricht eine Katastrophe über die nordamerikanischen Fledermäuse herein. Zehntausende verenden an einer rätselhaften Krankheit. Lange Zeit kann die Todesursache nicht festgestellt werden. Eine Spur ergeben die Untersuchungen jedoch: Man findet einen bis dahin völlig unbekannten Pilz auf jedem der Tiere. Auch hier in Deutschland werden Tiere entdeckt, die von dem Pilz infiziert sind - aber denen es trotzdem gut geht. Die Tiere haben offensichtlich eine Resistenz entwickelt. Auch in den USA finden Forscher Arten wie das Mausohr, die die Epidemie überlebt haben, aber die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Bestände nicht mehr komplett erholen werden. Die Zeit großer Kolonien mit mehreren Zehntausend Tieren scheint - zumindest im Norden der USA - vorbei zu sein. Für die überlebenden Tiere wird es nun umso wichtiger sein, dass sie auch in Zukunft gute Möglichkeiten bekommen, ihre Jungen aufzuziehen und neue Populationen gründen.

Personen

Redaktion Stefanie Fischer